Monat: April 2018

Geduld ist wahrscheinlich eine der Charaktereigenschaften, die nicht zu meinen Stärken gehört. Seit ich mich erinnern kann, war jede Wartezeit eine Qual für mich und meine Familienmitglieder. Mit der Vorbereitung auf den Frühling bin ich auch immer die erste Person in meinem Wohnhaus, die begeistert damit beschäftigt ist, den Balkon und die Blumentöpfe zu putzen. Es waren wahrscheinlich erst ein paar sonnige Tage und schon ist mein Kopf voll mit Ideen, welche Pflanzen in diesem Jahr meinen Balkon schmücken werden.

Es war sehr oft der Fall, dass ich in ein Blumengeschäft gekommen bin und sobald ich erwähnt habe, dass ich Blumen für meinen Balkon kaufen möchte, sind mir die Verkäufer mit strengen und erstaunten Blicken entgegnet. Jedes Mal habe ich das gleiche gehört, dass es schade um meine Mühe sei, weil sicher noch Frost kommen würde.

Diese Woche bin ich wieder voll mit Optimismus und Hoffnung am Weg nach Hause zur Gärtnerei gefahren. Es war mir erst bewusst, als ich die Glashäuser mit Blumen gefüllt gesehen habe, dass ich heuer sehr spät dran bin.

 

 

 

 

 

 

Fünf Regeln zum täglichen Glück

Der Begriff des Glücks ist nicht leicht zu definieren, das ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass es für jeden von uns etwas völlig anderes bedeutet. Glück ist für mich die Zeit, die ich mit meiner Familie verbringe oder ein gemeinsames Frühstück mit meinem Partner, das mit Ausnahme der Wochenenden sehr sporadisch passiert. Vielleicht ist diese individuelle Art des Wahrnehmung der Grund warum noch kein Rezept dafür entdeckt wurde. Eines ist sicher: Glück liegt nicht auf der Straße, es wartet nicht darauf, dass es gefunden wird und es gibt kein Maß, das bei der Bestimmung seiner Intensität helfen würde. Und obwohl wir uns dessen bewusst sind, verlieren wir uns immer noch auf der Suche nach einem Zustand des Glücks. Vor kurzem kam ein Buch von Reinhard K. Sprenger mit dem Titel „Die Entscheidung liegt dir“ in meine Hände. Der Autor zeigt auf großartige Weise, wie man den Weg der alltäglichen Unzufriedenheit verlässt und bewusst die Kontrolle über sein eigenes Leben übernimmt.

 

 

Lebe im Hier und Jetzt. Es ist wichtig, das „Hier und Jetzt“ im Leben zu Schätzen und zu Erkennen. Ich habe mich oft gefragt, wie mein Leben aussehen würde, wenn ich Polen nicht verlassen hätte, ich wäre vielleicht glücklicher gewesen oder das Gegenteil wäre eingetreten. Es ist wirklich egal. Ein solches Träumen und das ständige Erinnern an die Vergangenheit oder das Nachdenken über die Zukunft wird den Zustand des Lebens definitiv nicht verbessern, sondern nur eine Illusion erschaffen. Man kann nicht gleichzeitig in diesen drei Dimensionen leben. Ich bemerkte, dass dank des Erkennens, was ich habe, und der Tatsache, dass ich mich nicht darauf konzentrierte, was ich in meinem Leben falsch gemacht habe oder welche Möglichkeiten ich nicht nutzte, dass die Intensität meiner Sorgen und Ängste definitiv abnimmt. Vielleicht hilft die Erkenntnis, dass kein Moment für immer andauert, einfach dieses „Hier und Jetzt“ genießen zu können.

 

 

Keine Vergleiche mehr! Der Vergleich mit anderen führt dazu, dass  Selbstwert- und Glücksgefühle durch Komplexe ersetzt werden. Es gibt immer jemanden auf der Welt, der netter oder gebildeter ist, ein schöneres Zuhause oder einen besseren Job hat, einen gesünderen Lebensstil führt oder bessere Fotos macht. Man kann sich nicht mit jemand anderem vergleichen, da jeder von uns einzigartig ist. Die einzige mit der wir uns vergleichen sollten sind wir selbst. Dadurch konnte ich feststellen und schätzen, wie viele Veränderungen in mir selbst stattgefunden haben. Im Vergleich zu meiner Person, die ich noch vor ein paar Jahren war, kann ich kann ich mit Stolz behaupten, dass ich mehr erreichen konnte, als damals für mich vorstellbar war und das macht mich glücklich.

Gib etwas von dir, ohne etwas zurück zu erwarten. Jeder von uns weiß genau, was das Wort Engagement bedeutet. Ein Problem, mit dem ich mich lange herumgeschlagen habe, war genau dieses Gefühl der Dankbarkeit. Tatsächlich geht es im Leben nicht darum, wie viel du bekommen kannst, sondern wie viel du geben kannst. Oft vergessen wir das und fallen in eine Spirale unerfüllter Erwartungen. Wenn du jemandem einen Gefallen tust, erwarte keine Bezahlung, es sei denn, es wurde vorher vereinbart. Andernfalls kann dies zu unnötigen Missverständnissen führen.

Vertrauen. Als erwachsene Frau kann ich die Phase des Zweifels und der Unsicherheit als abgeschlossen erkennen, aber als junges Mädchen habe ich oft Regeln befolgt, die bei meinen Freunden oder Bekannten herrschten. Was andere über mich dachten, war das Wichtigste. Jetzt weiß ich, wer ich bin, und kann in den Spiegel blicken ohne jemandem etwas beweisen zu müssen. Im Leben wird Glück nicht dadurch erreicht, dass jeder auf seine Kosten glücklich wird. Glaube an dich selbst und lebe dein Leben in Harmonie mit deinem Gewissen unabhängig davon, wie andere darüber denken.

 

 

Liebe, was du tust. Es ist sicherlich viel einfacher zu sagen, tu was du liebst, als lieb was du tust. Im Leben ist es jedoch nicht immer so, wie wir es uns erträumt haben, aber es ist kein Grund, sich ständig zu beschweren und sich auf jene Dinge zu konzentrieren, die wir nicht ändern können. Sicherlich ist es nicht einfach und erfordert eine Menge Arbeit an sich selbst, aber genau dieser Ansatz eignet sich hervorragend zur Vermeidung von Frustration, Unzufriedenheit und Depression.

Schwarze Nudeln mit Garnelen, Kirschtomaten und frischem Basilikum 🌿

Ich hoffe, ihr  habt es geschafft, euch in der Osterzeit zu entspannen und eure Familien und Freunde zu treffen. Ich verbringe meine letzten freien Tage mit lernen. In ein paar Tagen warte auf mich eine weitere Prüfung, also türmen sich überall im Haus stapelweise Bücher und Notizen. Ein bisschen Faulheit, oder vielleicht das Bedürfnis einzuatmen und frische Energie zu tanken, war der Grund, dass ich für die letzten Wochen mein Lernen auf ein minimum beschränkt habe. Und wie immer im Leben, der Moment ist gekommen, in dem ich die Ärmel hochkrempeln und arbeiten muss. An Tagen wie diesen habe ich nicht viel Zeit zu kochen. Es ist wichtig, dass es etwas Warmes ist, das ich in 15 Minuten kochen kann und meinen Verdauungsprozess nicht überlastet. Sonst könnte es passieren, dass ich statt zu studieren, für die nächste Stunde auf der Couch liege.

Zutaten für zwei Portionen

200 g gefrorene oder frische Garnelen
120 g Nudeln
10 Kirschtomaten
1 rote Zwiebel
ein paar Basilikumblätter
Olivenöl
Feta-Käse
Pfeffer
eine Prise Salz

 

 

Ich fange mit der Vorbereitung an, indem ich Wasser für Nudeln koche. In der Zwischenzeit stelle ich den Ofen auf 200 ° C. Ich gebe einen Teelöfel Olivenöl in das kochende Wasser, es verhindert dass die Nudel sich verkleben. Das Backblech belege ich mit Backpapier. Die Garnele nehme ich  aus dem Gefrierschrank heraus und Stühle sie durch ein Sieb mit warmem Wasser ab. Dann entferne ich Kopf und Schale. Die Kirschtomaten schneide ich in Hälften, Zwiebeln in Achtel und Feta-Käse in Streifen.  Alle Zutaten lege ich auf ein Backblech und würze sie mit etwas Pfeffer und Salz. Schließlich übergieße ich das Ganze mit Olivenöl, gebe noch ein paar  Basilikumblättern dazu und stelle es für 5 Minuten ins Backrohr.
Am Ende nur noch gut mit Nudel vermischen und warm servieren. 

 

 

Guten Appetit.

Osterstriezel

Was wären das für Ostern ohne einen Striezel zum Frühstück? Es ist ein wunderschönes Erlebnis, wenn sich langsam der Geruch von frischem Gebäck in meiner Wohnung verteilt.  Am Liebsten mag ich ihn direkt aus dem Ofen, noch warm und mit ein bisschen Butter. So starte ich gern in das Ostern Wochenende. Wenn ich nach einer anstrengenden Woche Zeit in meiner Küche verbringen kann, ist das für mich eine Art Entspannungstherapie. Ich habe dabei Zeit meine Gedanken zu ordnen und verarbeite gewisse Ideen, die sich schon länger in meinem Kopf angesammelt haben.

 

 

Zutaten für 2 Striezel 

230ml Milch oder 130ml Milch und 100ml Buttermilch 
70g Butter 
50g Zucker 
1 Päckchen Vanillezucker 
1 TL Honig eventuell 
25g frische Germ
500g Weizenmehl, (griffig und glatt gemischt )
1 Eidotter
1 Prise Salz 
eventuell ein Bisschen Orangen oder Zitronenschale 
50g Rosinen
20g Rum
Hagelzucker als Dekoration 

Ich fange immer zuerst mit Rosinen und Rum an. In einer Schüssel vermengen und zur Seite stellen, dass die Rosinen Zeit haben den Rum aufzunehmen.  In der Zwischenzeit fülle ich den Topf mit den blauen Punkten, welchen ich von meiner Oma bekommen habe, mit  Milch an, und stelle ihn auf den Herd. Wenn die Milch ein bisschen wärmer wird, gebe ich Germ, Butter, Zucker, Vanillezucker und ev. Honig dazu. Mit einem Holzlöffel vermische ich alles und lasse es für paar Minuten stehen. Danach gebe ich das Mehl, Eidotter, Salz und ev. Zitronenschalen dazu, ich knete die Masse bis ein glatter Teig entsteht, den man dann zugedeckt für 30 Minuten gehen lassen soll. 

Jetzt hebe ich vorsichtig die Rosinen unter den Teig und teile ihn in 6 Teile. 3 Teile pro Stiezel. Die Portionen rolle ich zu gleichlange Strängen aus. Am oberen Ende drücke ich 3 Stränge zusammen, flechte einen lockeren Zopf und lege ihn auf ein Backpapier. Ich lasse meine Striezel noch paar Minuten in Ruhe bis der Ofen sich auf  150°C  aufgewärmt hat. Vor dem Backen besteiche ich sie mit Ei und bestreue sie mit Hagelzucker. Beim Backen schließe ich den Ofen nicht ganz, ich klemme einen Löffel oder eine Gabel in die Tür, sodass ein Spalt offen bleibt. Nach ca. 20-25 Minuten kann man ihn schon servieren. 

 

Frohe Ostern