Freizeit

Fronleichnam in Hallstatt

Das erste Mal hörte ich von diesem Ort im Winter bei einem Familienessen am Sonntag. Das Thema des Gesprächs betraf ein ganz anderes Ereignis, nämlich das Narzissenfest, das in der Nähe von Hallstatt stattfindet. Nachdem ich wieder zuhause war, beschloss ich im Internet nach weiteren Informationen zu diesem Thema zu suchen. So kam ich zu den Fotos, die die Prozession in Hallstatt zeigen. Der Anblick dieser Fotos hat mich so fasziniert, dass ich in den nächsten Tagen ein Plan des Ausflugs geboren habe. Sofort begann ich nach einer geeigneten Unterkunft zu suchen. Allerdings muss ich sagen, dass es erst Januar war und eine große Anzahl von Angeboten zu noch erschwinglichen Preisen verfügbar war. Nach langen Diskussionen und der Überprüfung von Dutzenden von Angeboten entschloss ich mich zusammen mit meinem Partner, beim „Seewirt-Zauner“ im Zentrum der Stadt zu übernachten.

Am Mittwoch sind wir angekommen, nachdem wir das Gepäck ausgepackt hatten, machten wir einen kurzen Spaziergang, um Informationen über die gesamte Prozession zu sammeln. Zu Beginn hatten wir vor, die gesamte Veranstaltung vom Kai aus zu beobachten, aber nach einem Gespräch mit dem Hotelbesitzer änderten wir unsere Meinung und buchten einen Platz auf einem der kleinen Boote. Nach der Prozession kamen wir zu dem Schluss, dass dies die richtige Entscheidung war, denn wir konnten diese fantastische Aussicht genießen und die erstaunliche Atmosphäre spüren.

Die Prozession begann um 9 Uhr von der Kirche und führte entlang der Uferpromenade zu einem bestimmten Ort, wo auf die Teilnehmer, mit Blumen und Birkenzweigen dekorierte Boote, warteten. Die einheimischen Frauen präsentierten sich in der typischen Tracht die meist in den Farben der Region, grün, rosa und grau gehalten ist. Die Männer in Lederhosen bis zu den Knien, Wollstutzen und karierte Hemden.

 

Die Prozession auf dem See dauerte ungefähr 2 Stunden. Eine der beiden großen Holzplattformen war für Priester, Messdiener und andere namhafte Hallstätter und die andere für das Blaskapelle reserviert, die uns während der gesamten Zeremonie begleitete.

 

Für die Bewohner von Halstatt sowie für andere christliche Gläubige in Österreich ist dies ein einmaliges Ereignis. Einige reisen hunderte von Kilometern, um einmal an dieser einzigartigen Prozession teilzunehmen zu können.

 

Und für mich war es eine einzigartige Erfahrung, die mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

 

Einfach mit Stil goes Offroad

Ich habe das Wort -Stil- eigentlich bisher vermehrt mit Schönheit, Eleganz und Mode in Verbindung gebracht.

Letzten Samstag jedoch durfte ich in eine für mich noch unbekannte „Welt“ abseits herkömmlicher Wege, verbunden mit Abenteuer, eintauchen. Diese „Welt“ hatte oberflächlich betrachtet mit meinem bisherigen Empfinden für Stil nur wenig zu tun.

Schon ein paar Wochen zuvor habe ich eine Einladung zu einem Offroad Jeep-Event erhalten. Zu Beginn konnte ich mir nur wenig darunter vorstellen was auf mich zukommen wird. Die Entscheidung, an der Veranstaltung teilzunehmen, habe ich sehr spontan und ohne lange zu Überlegen getroffen. Je näher der Tag kam, desto unsicherer stand ich dem Ganzen gegenüber.

Das Event der Jeep Academy fand am Samstag, den 23. September in der Hellsklamm Outdoor Eventlocation in NÖ statt und wurde vom Autohaus – Motor Village Schönbrunn veranstaltet.  

Durch die Teilnahme an dieser Veranstaltung war es meiner Freundin und mir möglich eine Testfahrt mit verschiedenen Geländewägen des Autoherstellers Jeep zu machen.

Für mich persönlich war das eine komplett neue Erfahrung, da ich weder die Strecke noch die technischen Eigenheiten der Wagen kannte. Kurz fragte ich mich, ob das wirklich etwas für mich ist. Meine anfänglichen Bedenken vergingen jedoch schnell, als ein erfahrener Instruktor am Beifahrersitz mir Anleitungen zu den Besonderheiten des Autos und zum richtigen Fahren im Gelände gab.

 

Die Erste Runde im Gelände fuhren wir mit dem Jeep Cherokee Trailhawk. Dieses Modell würden wir als eine Kombination aus teils futuristischen Elementen und der traditionellen Variante des Jeeps beschreiben.

Das Cockpit habe ich als klar und dezent wahrgenommen. Deshalb konnte ich mich schnell in dem Auto zurecht finden und fühlte mich nicht von den Bedienerelementen überfordert. Meine Freundin und ich zählen wahrscheinlich nicht gerade zu den größeren Menschen. Jedoch war es uns möglich die Sitzposition in dem Auto so auszurichten, dass auch wir uns einen guten Überblick über die Wege verschaffen konnten.

 

Das zweite Modell, welches wir testen durften war ein Wrangler Rubicon. Dieses Modell ist als 3-Türer mit Dieselmotor ausgeführt. Der Rubicon bereitete uns persönlich auf dieser unwegsamen Strecke, aufgrund seiner Geländegängikeit sowie auch seinen sportlichen Charakter ein großes Fahrvergnügen.

 

Beide Fahrzeuge waren mit einer sogenannten Bergabfahrhilfe ausgestattet. Diese technische Unterstützung konnten wir bei sehr steilen Streckenabschnitten ausprobieren. Dadurch hatten wir einerseits den Eindruck, dass wir ein Stück weit die Kontrolle dem Fahrzeug überlassen, andererseits war es für uns als unerfahrene Nutzerinnen sehr wichtig, dass wir ein Gefühl von Sicherheit erlangen konnten.

 

Auf diesem Foto ist der Jeep Wrangler unlimited  Rubicon in 5-türiger Ausführung zu sehen.

Massiv, robust, kräftig und eine ausdrucksvolle Präsenz – so würden wir die Charaktereigenschaften dieser Fahrzeuge nach diesem Abenteuer beschreiben. Ich konnte mir nicht vorstellen, was für eine Kraft in dem Wagen steckt. Während dem Fahren habe ich aufgrund der Eigenheiten dieses Autos ein enormes Gefühl von Sicherheit entwickelt, welches mich dazu gebracht hat mich auf dieses Erlebnis gänzlich einzulassen. Die Fahrt in einem Jeep Wrangler macht wirklich Spaß.

Ich würde noch gerne kurz zu meinen anfänglichen Gedankengängen zurückkehren.  Durch diese Veranstaltung wurde mir wieder bewusst, dass die Frage des Stils so vielfältig sein kann und nicht nur in einen bestimmten Rahmen seine Bedeutung findet. Stil kann man auch in der Natur in einem Offroad Gelände bei Schmutz und Matsch entdecken und erleben.

An dieser Stelle möchte ich mich bei all jenen bedanken, die mir dieses Abenteuer ermöglicht haben. Zum einen ein ganz großes Dankeschön an das Autohaus Motor Village Schönbrunn. Zum anderen an die beiden Instruktoren Alex und Chris von der Jeep Academy, welche uns mit viel Geduld und Humor durch den Tag begleiteten.

 

 

Rax – Ottohaus Rundwanderweg

Es wird schon langsam kühler, die Natur erinnert uns dass, es schon höchste Zeit wird sich vom Sommer zu verabschieden und den Herbst zu begrüßen. Zusammen mit meiner Freundin habe ich bei einer Wanderung die letzte warmen Sonnenstrahlen genoßen. Schon lange habe ich mir vorgenommen das Raxgebiet zu erkunden. Freitag um 6 Uhr hat der Wecker geläutet. Auf dem Thermometer draußen waren nur 8 Grad Celsius abzulesen, aber die Sonne hat geschienen. Ich habe schnell kleine Jause, Wasser und meine Canon in meinen Rücksack gepackt und schon war ich bereit für das Abenteuer. Wir haben uns für den Ottohaus-Rundwanderweg entschieden.

 

Schutzhütte Ottohaus – Hüttenzauber auf 1.644 m Seehöhe.

Die perfekten Germknödeln mit Mohn und Vanillesoße.

Places 2 be – „Haus im See“


 

Letztes Wochenende habe ich mich total geärgert, weil bei uns schon wieder schlechtes Wetter angesagt war. Ich habe mich schon gefragt, wann es endlich warm wird, dass ich mit meinen Fahrrad eine Runde drehen kann. Ehrlich gesagt hatte ich schon genug vom Regen, bewölktem Himmel und starkem Wind.  Am Sonntag war es so weit. Zusammen mit meinem Freund haben wir beschlossen die Sonne selbst zu suchen anstatt Zuhause sitzend zu warten bis sie kommt. Eines der vielen Wetterapps hat uns versichert, dass es am Neusiedler See perfektes Wetter geben wird. Da Rust doch 70 km entfernt ist und wir nicht zu die Menschen gehören, die regelmäßig Sport betreiben,  haben wir unsere Fahrräder ins Auto eingepackt.

Wir haben uns eine ca. 25km lange Tour von Rust nach Fertőrákos vorgenommen,. Das Wetter war wirklich sehr schön, die Schönheit der Natur, wolkenloser Himmel und ersehnte Sonne haben uns ermöglicht eine meditationsähnliche Entspannung zu genießen.

Die Streckenwahl war nicht zufällig gewählt, denn genau dort, im ungarischen Fertőrákos, hat vor einigen Jahren ein ganz besonderes Lokal seine Türen geöffnet. Das „Haus im See“ wird von der bekannten, österreichischen Gastronomen-Familie Eselböck betrieben. Da ich schon viel über die Familie gehört habe, hat dieses Lokal mit seiner eigenwilligen Namensgebung mein Interesse geweckt. Ich wollte mich umbedingt selbst von dem Charme diese Ortes überzeugen und bin nicht enttäuscht worden.

 

Der Weg zum „Haus im See“ führt entlang eines Stegs, der von vielen Pfahlhäuser gesäumt ist.  Gleich nach dem Betreten, kann man sich in eine Urlaubsstimmung versetzen. Die Atmosphäre und Stil lassen Erinnerungen an vergangene Griechenland Aufenthalte aufkommen.

Schon wenige Meter vor dem Lokal kann man den Duft von gegrillten Speisen und frisch gebackenem Brot riechen, der sich mit dem typischem Geruch des Ostösterreichischen Steppensee vermischt.

Die weisse Terrasse ist mit vielen Tischen aus Holz, gemütlichem Sitzmöglichkeiten, die mit kuscheligem Polster befühlt sind, geschmückt. Die ganze Einrichtung ist in maritimen Stil gehalten. Rund ums Haus kann man die wunderbare Aussicht bewundern und nebenbei eine anspruchsvolle Küche genießen.

 

Vernissage – ,,Die Hard“ von Veronika Merklein.



Veronika habe ich vor ein paar Monaten kennen gelernt. Schon nach wenigen Minuten habe ich bemerkt, dass sie ganz ein besonderer Mensch ist. Sie hat eine einmalige Persönlichkeit und sehr interessante Weltanschauungen. Veronika will uns eine sehr wichtige Botschaft mitteilen, dass der Mensch heutzutage in seinem Umfeld nur über Körper und Aussehen identifiziert wird. Sie kämpft mit Sterotypen und Vorurteilen wie, das Ausschließen der übergewichtigen Menschen von Geselschaft und als ständig Fastfood-Konsumierende gesehen zu werden. Veronika Merklein ist eine Performance-Künstlerin, die mit ihrer Kunst uns die Augen öffnen will. Am Samstag hatte ich in Wien die Möglichkeit ihre Veranstatlung zu erleben. Ich habe ihre Arbeit als sehr spannend und ziemlich schockierend empfunden. Auf der Vernissage konnte ich ihre Bilder, Performance und einen kurzen Filmzusammenschnitt ihrer früheren Inszenierungen bewundern.


Heutzutage lassen wir uns durch  Kultur und Medien sehr stark beeinflussen. Ich bin fest überzeugt, dass uns nicht bewusst ist, wie große Wirkung auf uns die Stereotypen haben.  Wenn man auf die Straße im Geschäft oder im Kaffehaus eine Übergewichtige Person trieft, verbindet man sie gleich mit jemandem, der sich nicht pflegt und dessen Welt sich nur um das Essen dreht. Es ist sehr traurig aber die Geselschaft in welcher wir leben nur auf Objektifizierung fixiert ist. Wie konzentrieren uns nur auf das was wir sehen, und schalten alle andere Sinne aus. Die Veronika führt jetzt sehr wichtige Krieg, um uns bewusst machen wie begrentz unsere Denkvermögen ist.


Ich wünsche Veronika noch viel weiteren Erfolg mit ihre Arbeit, da es wenige Leute gibt, die uns eine so wichtige Botschaft mitteilen wollen.  Ich lade euch herzlich zu ihrer Finissage, am Montag den 1. Mai um 12 Uhr in Galerie Michaela Stock in Wien ein. Da bietet sich die Möglichkeit, sie und ihre Kritik an der Menschheit kennen zu lernen. Ich bin sicher, dass sie eure Augen so öffnet wie meine.