Süße Verführung

Powidl wie bei meiner Oma.

Ich kann mich erinnern, als ich noch Kind war, und der Sommer  zu Ende ging. In den letzten August Wochen haben mich immer unglaubliche Gerüche, die von der Küche kamen, begleitet. Die ganze Familie hat bis zur Erschöpfung gearbeitet. Am Arbeitsplatz in der Küche haben sich Gläser und Deckel getürmt und am Boden waren in großen Kisten Obst und Gemüse verstreut. Meine Mama und Oma haben sehr fleißig gearbeitet, um alles für den kommenden Winter vorzubereiten. Obstkompott, Essig- und Salzgurken, alles hatte seinen Platz im Kellerregal.

Powidl – Ich liebe ihn wegen seiner burgundernen Farbe, intensiven Geschmack und weil man ihn zu Krapfen, Palatschinken oder einfach zum Frühstück mit einem Stritzel verwenden kann. Aber um guten Powidl zu machen, muss man ein paar Dinge beachten. Meine Oma hat immer gesagt, dass er ganz langsam und über paar Stunden gekocht werden muss. Die zweite Regel um einen richtig süßen Geschmack zu bekommen muss man richtig reife Zwetschken, die schon ganz faltig sind, verwenden.

Zutaten für 4 – 5 Gläser

3kg. Zwetschken – je reifer desto besser
300g  Zucker ( ich habe braunen genommen )oder auch nicht wenn die Zwetschken sehr süss sind

Zubereitung:

Zwetschken waschen und entkernen, danach in einem Topf kochen. Es ist wichtig dass sie ganz langsam gekocht werden. Ich nehme mir immer einen ganzen Nachmittag Zeit, man muss doch ziemlich oft den ganzen Brei umrühren. Nach 5 Stunden kann man ihn abschmecken und eventuell Zucker dazu geben, danach die Gläser auffüllen und auf den Deckel hinstellen bis sie ganz kalt sind.

 

Mazurek – ein traditioneller polnischer Kuchen.

Mazurek ist ein alter traditioneller Kuchen, der nur in Polen zu Ostern gebacken wird. Einige Quellen sagen, dass sein Name vermutlich aus der polnischen Region  Mazowsze entsteht, die andere, dass der mit den Türken nach Polen gekommen ist. Wichtig ist aber, dass es nach polnischer Tradition  kein Ostern ohne Mazurek gibt. Der Kuchen wird in jedem Haus gebacken und als traditionelle Mehlspeise serviert. Es gibt sehr viele Rezepte für Mazurki. Selbst die Polen sagen, dass  es  so viele Methoden gibt ihn zuzubereiten, wie Hausfrauen in Polen. Die meisten Kuchen haben trotzdem viele Gemeinsamkeiten. Traditioneller  Oster-Mazurek wird aus Mürbeteig ( Knetteig) vorbereitet und ist relativ dünn. Die Backform ist variabel, aber am häufigsten als Blechkuchen anzutreffen. Hausgemachte Ostermazurki werden mit Mandeln und trockenen Früchte schön dekoriert und im Familien- und Freundenskreis verschenkt. Frauen in Polen übertreffen sich , welche von ihnen den schönsten Mazurek gebacken hat.

Zutaten für den Teig

340g Mehl Universal 
240g gemahlene Mandel
100g Zucker 
300g kalte Butter 
2Eier

 Mehl, Mandel,  Zucker zusammenmischen, dazu kalte Butter und
2 Eier geben. Wenn die Butter sehr kalt ist,  kann man sie mit einem Messer in kleine Stücke schneiden. Teig so schnell wie möglich kneten und im Kühlschrank  eine Stunde stehen lassen.

Backofen bis zu 180 Grad erhitzen. Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf ein Backpapier legen. Jetzt kann man überlegen , welche Form der  Mazurek bekommen soll. Ich habe mich für etwas ganz untypisches entschieden, einfach rund 😉

Ich weiß nicht ganz genau, aber meine Oma hat immer Knetteig mit der Gabel angestochen. Ich kenne nicht den Grund dafür, aber ich habe es auch gemacht. Vielleicht hat es damit zu tun, dass Knetteig  sich beim Backen heben kann und das Stechen soll dies verhindern.

 Den Teig bäckt man ca. 15-20 Minuten. Nach 10 Minuten schaue ich immer wieder nach, weil er sehr schnell zu braun werden kann. Danach  aus dem Backofen rausnehmen und ihn abkühlen lassen. Eines muss ich schon sagen, es duftet unglaublich gut.

Wenn er schon kalt ist, kann man mit dem Dekorieren anfangen. Die Oberfläche habe ich mit Powidl bestrichen und mit verschiedenen Nüssen bestreut.

Für Schokolade-Liebhaber kann man den Mazurek mit Schokoladeglasur überziehen oder nur mit Staubzucker bestreuen.

Faschingdienstag


 Welche Erinnerungen habt Ihr an den Faschingdienstag? Ich denke an Krapfen mit Marillenmarmelade und Staubzucker. Doch heute gibts ein bisschen was anderes. Ich wollte etwas neues ausprobieren.

Espresso – Panna Cotta

Zutaten:

Kaffeegele 
60 ml Espresso ( ich habe Nespresso genommen )
2 TL Zucker
2 TL Amaretto oder Kaffeelikör
1/2 TL Pulvergelatine

KaffeePanna Cotta
1 1/2 TL Pulvergelatine
125 ml Schlagobers
115 ml Milch
3 TL Zucker
10 ml Espresso
1,5 EL Amaretto
1 EL Rum
1 TL Vanillezucker

Espresso zum Auskühlen lassen. Ein Teelöffel Gelatine mit 10ml kalten Espresso eingießen und für 3 Minuten ziehen lassen. Amaretto, Zucker mit den verbliebenen 50 ml Espresso zusammen mischen und aufkochen, danach vom Herd nehmen. Die Gelatine in die heiße Flüßigkeit geben und 1 Minute rühren bis sie vollständig aufgelöst ist. Alles zum Auskühlen lassen, danach in 4 kleine Tasse ( ca. 80 ml) verteilen und für 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

10 ml Espresso auskühlen lassen, Gelatine dazugeben und 3 Minuten ziehe lassen. Schlagobers, Milch, Zucker, Vanillezucker, Amaretto und Rum zusammenmischen aufkochen und vom Herd nehmen. Die Gelatine in die heiße Flüßigkeit geben und 1 Minuten energisch rühren und zum kühlen lassen. Wenn es kalt ist, Tasse mit Kaffeegele vorsichtig füllen und mindestens 5 Stunden im Kühlschtank stocken lassen.

Lasst es euch schmecken !!

Mohn-Tarte mit Zitronenglasur


Bald steht Weihnachten vor der Tür. Mit dieser besinnlichen Zeit geht auch der Frosteinbruch einher und führt auch hier zur Winterruhe der Natur. Ich freue mich immer ganz besonders auf diese Zeit, die ich mit meiner Familie und Freunden verbringen kann. Bis zum heiligen Abend sind es nur noch 16 Tage. Vorfreude ist doch bekanntlich die schönste Freude. Diese beginnt bei mir schon beim weihnachtlichen dekorieren meiner Wohnung, wobei im Hintergrund Weihnachtsmusik zu hören ist. Der Duft der Weihnachtsbäckerei liegt in der Luft – Zimt, gebackene Äpfel, Vanille, Mohn und Orange mit den Gewürznelken und die Dunkelheit wird von Millionen Lichtern verdrängt. Letzte Woche habe ich eine ganz besonderes Rezept gefunden, welches ideal für diese Zeit ist.

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Mohntarte mit Zitronenglasur 

Zutaten für den Boden:

270g Mehl
150g Butter (darf nicht weich sein)
120g Kristallzucker
2 Eidotter
4EL Wasser (optional)

Zutaten für den Mohnteig:

90g Mohn
2 EL heisse Milch
250g Butter
160g Staubzucker
2EL geriebene Zitronenschale
2 Eier
180g Mehl
1 TL Backpulver (optional)

Zitronenglasur:

250g Staubzucker
6-8 TL Zitronensaft

 

Zubereitung

Mehl, Butter, Kristallzucker und 2 Eidotter eventuell Wasser in eine Schüssel geben und mit den Händen zu einem glatten Teig kneten. Wichtig! Den Teig so schnell, wie möglich verarbeiten c.a 3-4 Minuten nicht länger und danach sofort in den Kühlschrank für 10 Minuten stellen.  Den Teig rausholen und gleichzeitig in der Backform verteilen. Dann ca. 12 – 15  Minuten bei 180°C backen.

Währenddessen 90g Mohn in heißer Milch einweichen und auskühlen lassen. Danach die Butter mit dem Staubzucker zu einer schaumigen Masse verrühren (c.a  8 Minuten). In weiterer Folge die geriebene Zitronenschale, 2 Eier,  den zuvor zubereitete Mohn in der Milch, beimengen und weitere 3 Minuten  mit der schaumigen Masse verrühren. Zum Schluss vorsichtig Mehl und ein wenig Backpulver hinzufügen. Mohnmasse auf die kalte Bodenmasse verteilen und nochmals bei 180°C ca. 20 Minuten backen. Den Kuchen auskühlen lassen, um die Tarte mit der Zitronenglasur bestreichen zu können.

Für die Glasur ein kleiner Hinweis: Umso weniger Zitronensaft man verwendet, umso dickcremiger wird diese und umgekehrt. Die Zuckerglasur schlussendlich auf den kalten Kuchen verteilen. Die Glasur braucht dann noch ca. 2 Stunden, um die entsprechende Festigkeit zu bekommen. Fertig…und

Viel Spaß beim Backen und genießt den herrlichen Weihnachtsduft bei euch zu Hause!!

Kuchen mit Vanillepudding und Zwetschgen unter Schneehaube

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Endlich ist die Zeit für Zwetschgen. Dunkelblaues Obst, das mich gleich an den Herbst erinnert. Als kleines Kind, habe ich sie nicht so gern gegessen. Im Garten von meinen Großeltern war ein Zwetchgenbaum. Jedes Jahr hatte er so viele Früchte, die dann meine Schwestern und ich essen mussten. Jetzt sammle ich sie wieder mit Freuden.
Heute will ich meinem Freund eine kleine Überraschung machen. Er war auf Dienstreise in London und kommt heute nachhause. Ich weiß genau, dass er Kuchen mag und darum habe ich mich entschieden etwas zu backen. Vielleicht schaut es nicht so einfach aus, aber ich kann euch versprechen, es ist nicht so schwierig.

Kuchen mit Vanillepudding und Zwetschgen
unter Schneehaube.

Zutaten: 

Teig:

250 g Mehl (ich benutze Universal )
200 g kalte Butter
50 g Zucker
Salzprise
1 TL Backpulver
4 Dotter

Vanillepudding

900 g Zwetschgen

Schneehaube:

4 Eiklar
200 g Zucker
3 EL Kartoffelstärke

Zubereitung:

Mehl mit Butter, Salz und Backpulver gut zusammen vermengen. Am Ende 4 Dotter dazu geben. Backofen bis zu 170 Grad aufheizen. Den Teig auf einem Blech mit Backpapier verteilen und 20 Minuten backen. In der Zwischenzeit  Pudding vorbereiten, einfach mit dem Rezept auf der Packung. Ich gebe immer 2 Löffel Zucker dazu. Wichtig ist es, dass er  kalt sein muss, bevor man ihn weiterverwenden kann. Eiklar zu Schnee schlagen. Zucker dazu geben und noch 3 Minuten schlagen bis er glänzend wird. Am Ende mit 3 EL Kartoffelstärke gut verrühren.

Teig von Backofen rausnehmen, mit Vanillepudding schön bedecken. Zwetschgen ohne Kerne auf dem Pudding platzieren, mit Schnee bedecken und noch 20 Minuten bei 170 Grad backen. Danach die Temperatur auf 60 Grad stellen und bei Heißluft noch 20 Minuten im Backrohr lassen.

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Schokomuffin

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Zutaten für 6 Muffins

150g dunkle Schokolade
3 Eier
75g Butter
1,5 El Mehl
4 El Zucker
Prise Salz 

Zubereitung:

Schokolade mit Butter vorsichtig schmelzen lassen, dass sie nicht ausflockt. Eier mit Zucker verrühren, am besten mit einem Schneebesen. Danach Mehl und Salz hinzufügen.
Abgekühlte Schokolade mit der Masse langsam vermischen. Die Formen mit Mehl leicht bestäuben und die Masse einfüllen. Das Backrohr bei Ober- und Unterhitze auf 200 Grad oder bei Heißluft auf 180 Grad erhitzen und 8-9min backen.

Muffins mit Beeren und Staubzucker dekorieren und sofort servieren, damit die Schokolade im Inneren auch schön flüssig bleibt.