Fünf Regeln zum täglichen Glück

Der Begriff des Glücks ist nicht leicht zu definieren, das ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass es für jeden von uns etwas völlig anderes bedeutet. Glück ist für mich die Zeit, die ich mit meiner Familie verbringe oder ein gemeinsames Frühstück mit meinem Partner, das mit Ausnahme der Wochenenden sehr sporadisch passiert. Vielleicht ist diese individuelle Art des Wahrnehmung der Grund warum noch kein Rezept dafür entdeckt wurde. Eines ist sicher: Glück liegt nicht auf der Straße, es wartet nicht darauf, dass es gefunden wird und es gibt kein Maß, das bei der Bestimmung seiner Intensität helfen würde. Und obwohl wir uns dessen bewusst sind, verlieren wir uns immer noch auf der Suche nach einem Zustand des Glücks. Vor kurzem kam ein Buch von Reinhard K. Sprenger mit dem Titel „Die Entscheidung liegt dir“ in meine Hände. Der Autor zeigt auf großartige Weise, wie man den Weg der alltäglichen Unzufriedenheit verlässt und bewusst die Kontrolle über sein eigenes Leben übernimmt.

 

 

Lebe im Hier und Jetzt. Es ist wichtig, das „Hier und Jetzt“ im Leben zu Schätzen und zu Erkennen. Ich habe mich oft gefragt, wie mein Leben aussehen würde, wenn ich Polen nicht verlassen hätte, ich wäre vielleicht glücklicher gewesen oder das Gegenteil wäre eingetreten. Es ist wirklich egal. Ein solches Träumen und das ständige Erinnern an die Vergangenheit oder das Nachdenken über die Zukunft wird den Zustand des Lebens definitiv nicht verbessern, sondern nur eine Illusion erschaffen. Man kann nicht gleichzeitig in diesen drei Dimensionen leben. Ich bemerkte, dass dank des Erkennens, was ich habe, und der Tatsache, dass ich mich nicht darauf konzentrierte, was ich in meinem Leben falsch gemacht habe oder welche Möglichkeiten ich nicht nutzte, dass die Intensität meiner Sorgen und Ängste definitiv abnimmt. Vielleicht hilft die Erkenntnis, dass kein Moment für immer andauert, einfach dieses „Hier und Jetzt“ genießen zu können.

 

 

Keine Vergleiche mehr! Der Vergleich mit anderen führt dazu, dass  Selbstwert- und Glücksgefühle durch Komplexe ersetzt werden. Es gibt immer jemanden auf der Welt, der netter oder gebildeter ist, ein schöneres Zuhause oder einen besseren Job hat, einen gesünderen Lebensstil führt oder bessere Fotos macht. Man kann sich nicht mit jemand anderem vergleichen, da jeder von uns einzigartig ist. Die einzige mit der wir uns vergleichen sollten sind wir selbst. Dadurch konnte ich feststellen und schätzen, wie viele Veränderungen in mir selbst stattgefunden haben. Im Vergleich zu meiner Person, die ich noch vor ein paar Jahren war, kann ich kann ich mit Stolz behaupten, dass ich mehr erreichen konnte, als damals für mich vorstellbar war und das macht mich glücklich.

Gib etwas von dir, ohne etwas zurück zu erwarten. Jeder von uns weiß genau, was das Wort Engagement bedeutet. Ein Problem, mit dem ich mich lange herumgeschlagen habe, war genau dieses Gefühl der Dankbarkeit. Tatsächlich geht es im Leben nicht darum, wie viel du bekommen kannst, sondern wie viel du geben kannst. Oft vergessen wir das und fallen in eine Spirale unerfüllter Erwartungen. Wenn du jemandem einen Gefallen tust, erwarte keine Bezahlung, es sei denn, es wurde vorher vereinbart. Andernfalls kann dies zu unnötigen Missverständnissen führen.

Vertrauen. Als erwachsene Frau kann ich die Phase des Zweifels und der Unsicherheit als abgeschlossen erkennen, aber als junges Mädchen habe ich oft Regeln befolgt, die bei meinen Freunden oder Bekannten herrschten. Was andere über mich dachten, war das Wichtigste. Jetzt weiß ich, wer ich bin, und kann in den Spiegel blicken ohne jemandem etwas beweisen zu müssen. Im Leben wird Glück nicht dadurch erreicht, dass jeder auf seine Kosten glücklich wird. Glaube an dich selbst und lebe dein Leben in Harmonie mit deinem Gewissen unabhängig davon, wie andere darüber denken.

 

 

Liebe, was du tust. Es ist sicherlich viel einfacher zu sagen, tu was du liebst, als lieb was du tust. Im Leben ist es jedoch nicht immer so, wie wir es uns erträumt haben, aber es ist kein Grund, sich ständig zu beschweren und sich auf jene Dinge zu konzentrieren, die wir nicht ändern können. Sicherlich ist es nicht einfach und erfordert eine Menge Arbeit an sich selbst, aber genau dieser Ansatz eignet sich hervorragend zur Vermeidung von Frustration, Unzufriedenheit und Depression.

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